Presse
Hochzeitsgäste steigen auf die Kirchenbänke
Drei Musiker hauchen Gospels leben ein
"Gospeltrain" singt und swingt an der Ostsee
Vor der Kirche Regen, in der Kirche triefnasse Hochzeitsgäste, die in ihrer Sonntagskleidung auf die Bänke steigen und rhythmisch zu den Gesängen des "Gospeltrains" klatschen. Und der Pfarrer? Klatscht mit, tanzt mit. So geschehen in Sprockhövel.
Bastian von der Linde lacht, diese Anekdote beweist ihm mal wieder, wie er und sein "Gospeltrain" Leute begeistern können. Gospels seien eben eine "Herzenssache".
Vor vier Jahren schloß sich der Pianist von der Linde mit den Sängerinnen Tine Stöcker und Sabine Werner zum Gospeltrain zusammen. Seitdem treten die drei mit einem breiten Repertoire an Gospeln auf Hochzeiten, Beerdigungen und privaten Feiern auf.
Obwohl es auch "Hochzeitspaare gibt, die nicht weinen", löst der Gospeltrain bei der Mehrheit seiner Kunden Begeisterung aus....
Der Gospel-Zug nahm alle mit
Herne, 30.12.2007, WAZ
Der Bochumer Kultchor "Gospel Train" und Julia Neigel gestalteten eine mitreißende Benefizgala im
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Roten Kreuzes Wanne-Eickel
Mitreißende Musik, stimmungsvolle Songs und sinnliche Stimmen: Einen großartigen Gospelgenuss boten die Stars der Benefizgala ihrem Herner Publikum. Zweieinhalb Stunden rockten die Musiker unter Leitung von "Starlight Express"-Dirigent Bastian von der Linde das Kulturzentrum.
Groß angekündigter Höhepunkt des Abends war Rocksängerin Julia Neigel, die nach achtjähriger Musikpause ihr Comeback feierte. Viele Zuschauer waren nur für sie gekommen. Von einem Pianisten begleitet sang Julia NeigelPop-Lieder und Balladen im schwarzen Glitteroutfit. So hauchte sie mit rauchiger, verführerischer Stimme ihrneustes selbstgeschriebenes Lied "Wärst du bei mir" ebenso wie den bekannten Radiohit "Schatten an derWand".
hanjo schumacher / press imageZum ersten Mal stand Julia Neigel gemeinsam mit dem legendären Bochumer Kultchor "Gospel Train" auf derBühne. Kurz vor der Aufführung hatten die sechs Chor-Mädels mit der Sängerin noch ein Lied einstudiert - sehr zur Freude des Publikums.
Reine Gospelfans hingegen feierten den Chor. Die sechs Mitglieder trafen jeden Ton und jeden Einsatz genau: eine Dreiviertelstunde großartigen Gospelgesangs. "Wir spielen ,Sister Act' einmal 'rauf und 'runter" - damit hatte der Moderator nicht zu viel versprochen. Die Herner durften sich fühlen wie in einer Kirche in Harlem.
Mit einem atemberaubenden "Amazing Grace" ging's los, a cappella gesungen von "Gospel Train"-Star TineVogel mit ihrer unvergleichlich sanften, tiefen Stimme. Ein Hit nach dem anderen fegte durch die Lautsprecher: "He's got the whole world in his hands" oder "Oh happy day" gehörten zu den Klassikern.
"Kommt und springt auf, auf unseren Gospel-Zug", forderte Chorsängerin Sabine Werner das Publikum auf. Und die Herner gaben Gas: Sie klatschten im Takt, standen dabei sogar auf. Immer wieder brachten die Musiker das Publikum dazu, lautstark mitzusingen. "Gospelrobics" lernte es von Sabine Werner zwischendurch: Singen im Stehen. Der Beleuchter erhellte den Zuschauerraum, und so wurden die Besucher spontan zu Stars. Brav sangen sie nach Anleitung: zunächst zaghaft, schnell aber mit vollem Lungenvolumen "Rock my soul!".
Vielleicht war es die Gesangstunde, mit Sicherheit aber die Musik, die das Publikum beigeisterte. Rauschender Applaus nach jedem Akt und Jubelrufe begleiteten die Sängerinnen. Fazit: Die Gospel-Gala war eines der schönsten (verspäteten) Weihnachtsgeschenke an die Herner.